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Home Wie könnte es gewesen sein?
 

Folgendes Szenarium könnte sich bei einem Unwetter abgespielt haben.

Der Himmel verdunkelt sich, Wolken türmen sich drohend auf. Blitze durchzucken den Himmel und das Grollen des Donners kommt immer näher. Dann ein greller Blitz, ein Knall zerreisst die Luft.

 

 

 

 

Ein Baum hat Feuer gefangen, ein Ast senkt sich brennend zu Boden; die strohtrockene Savanne beginnt zu brennen.
Eine Gruppe früher Menschen hat die Szenerie beobachtet - aus sicherer Entfernung.

Dieser Vorgang wird für sie nichts Neues gewesen sein, denn Buschbrände waren aufgrund der klimatischen Verhältnisse häufiger als heute. Diese Menschen gehen zum Baum, dessen Inneres noch glimmt. Die Glut betten sie in Rinde und Blätter. Sie werden das Feuer zu ihrem Lagerplatz tragen. Dort werden sie es wieder entfachen. Es wird ihnen Licht und Wärme geben und sie vor allem vor den nächtlichen Angriffen der Leoparden schützen. Das Feuer ist gefährlich - und das Feuer ist gut.

Eine derartige Szene muss sich vor 1,4 Millionen Jahren in Chesowanja, Kenia abgespielt haben. Jedenfalls fanden dort Archäologen ungefähr 40 kreisförmige Flecken und Klumpen aus gebranntem Lehm, zusammen mit Tierknochen und einfachen Werkzeugen aus Lavagestein. Waren die Verfärbungen tatsächlich Spuren vom »Lagerfeuer« oder doch nur die verkohlten Stümpfe niedergebrannter Bäume? Oder waren es die Stellen, an denen der Blitz eingeschlagen hatte?

   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
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